Parkett versiegeln
Damit die Freude am neuen Parkettboden nicht schon nach wenigen Jahren vergeht, ist es erforderlich, den Boden zu versiegeln. Dadurch hält sich die Intensität der Farbe Jahrzehnte lang. Die Versiegelung besteht in der Regel aus mehreren Arbeitsgängen. Zuerst muss die Grundierung aufgetragen werden. Es folgen zwei Aufträge Lack. Zwischen erstem und zweitem Lackauftrag muss das Parkett abgeschliffen werden, da sonst die Oberfläche sehr rau wird. Es ist zu beachten, dass sich bei der Versiegelung keine Pfützen bilden; auch sollte man zumindest die Grundierung nicht über Nacht trocknen lassen.
Bei der Art der Versiegelung gibt es mehrere Möglichkeiten. Dabei werden heute zunehmend Wassersiegel verwendet. Der Vorteil dieser Wassersiegel ist, dass sie auf Wasserbasis hergestellt sind und nur sehr wenig Lösungsmittel beinhalten. Ein beißender Geruch bleibt also aus. Außerdem lassen sie sich relativ einfach verarbeiten und haften gut auf dem Holz, wodurch sie sehr belastbar sind. Wassersiegel benötigen nur wenig Zeit zum Trocknen und der Parkettboden kann somit schnell wieder betreten werden.
Besonders gut für Dielenfußböden geeignet sind Öl-Kunstharzsiegel. Sie bestehen – wie der Name schon sagt – aus Ölen und Harzen, versetzt mit Lösungsmitteln. Bei dieser Bearbeitung dringt das Öl direkt in das Holz ein, wodurch die natürliche Ausstrahlung des Holzes verstärkt wird. Diese Versiegelung benötigt jedoch eine lange Zeit zum Trocknen, was aber durch viel Frischluft beschleunigt werden kann.
Beliebt sind auch Öl-Wachs-Siegel. Während die Öle in das Holz einziehen, bleibt das Wachs an der Oberfläche und weist Schmutz und Wasser ab. Hierbei ist es dem Holz jedoch immer noch erlaubt, zu atmen. Eine gemütliche, heimelige Atmosphäre ist also vorprogammiert.